Krankenakten: Drogeriekette Müller soll Daten ausgeforscht haben - FAZ.NET
Nach Lidl und Daimler soll nun auch die Drogeriekette Müller illegal die Krankendaten ihrer Mitarbeiter gesammelt haben.
Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, ihr liege ein Formular mit der Überschrift „Krankenrückkehrgespräch“ vor, mit dem Beschäftigte Auskunft geben müssen. Wer wegen Krankheit fehle, werde nach seiner Rückkehr zum Gespräch mit den Vorgesetzten gebeten, zitierte die Zeitung einen Mitarbeiter, der aus Angst um seinen Arbeitsplatz seinen Namen nicht nennen wolle.
„Viele der Betroffenen trauen sich nicht, solche Auskünfte zu verweigern, obwohl sie wissen, dass dies gesetzlich nicht zulässig ist“, sagte Dacke (Verdi).
31.03.2009: Scharfer Gegensatz (Tageszeitung junge Welt)
Das mit Krankenrückkehrgesprächen verfolgte Ziel, die Abwesenheitskosten zu senken, stehe in diametralem Gegensatz zum gesetzlichen Auftrag an ein BEM, das auf eine Reintegration länger erkrankter Mitarbeiter in den Betrieb setzt. Basis des BEM sei Vertrauen, während »Inhalt und Stil der Gesprächsführung von Fehlzeitengesprächen (…) Ausdruck einer betrieblichen Mißtrauenskultur« seien, so Feldes (IG-Metall).











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