Der FoeBud informierte über die elektronische "Gesundheitskarte" (Heise online 7.4.2008). Heise titelt ein wenig zweideutig, die Kritiker hätten ihre Ängste artikuliert - ich glaube, es ging weniger um Emotionen, als um die dürre Faktenlage, die dieses "Leuchtturmprojekt" umgibt, und um die sich daraus ableitenden Argumente gegen die Einführung einer Schnüffelkarte.
FoeBud sieht kommen, dass Patienten zur manipulierbaren Datenmasse degradiert werden. Auf der Tagung trug Rainer Glück (CCC) seine Kritik an der grottenschlechten Kosten-Nutzen-Relation des Projekts, an der Möglichkeit zur Erstellung medizinischer Bewegungsprofile, und an der Errichtung eines Begehrlichkeiten weckenden, zentralen Datenspeichers vor.
Martin Grauduszus, Freie Ärzteschaft, machte auf die Usability-Probleme in Praxen und Krankenhäusern und auf den fehlenden medizinischen Nutzen des Kartenprojekts aufmerksam.
Angeblich habe beiden Referenten das nötige Detailwissen gefehlt, bemängelt der Autor des Berichts. Das kann aber auch daran liegen, dass so manche Detailspezifikation noch gar nicht existiert und erst sukzessive mit dem forcierten Aufbau der Infrastruktur erarbeitet werden wird. "Sanfte Einführung" nennen das die Strategen des Akzeptanzmarketing und denken dabei heimlich an Vaseline.
Dagegen erinnert mich die, ebenfalls kritisierte, "handstreichartige Einführung von Patientenakten im Rahmen von Hausarztverträgen" eher an andere Praktiken.
Und die offiziellen Datenschützer? Die sehen in alldem überhaupt kein Problem. Es sei ja alles gesetzlich geregelt und damit viel besser als alles, was wir heute haben.
Schon klar. Mautdaten und Vorratsdaten (2) dürfen ja auch nicht weiter ausgewertet werden.











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